Donnerstag, 19. März 2009

Letzter Schultag I

An meinem dritten und gleichzeitig letzten Schultag besuchte ich in den beiden ersten Stunden eine 11. Klasse in Spanisch. Diesmal jedoch nicht bei Frau Salazar, sondern bei einer Referendarin, welche ihre erste(n) Stunde(n) zu unterrichten hatte. Dies fand ich sehr spannend, denn die Referendarin war ja auch noch relativ unerfahren und ich hatte sie schon gleich am ersten Tag kennengelernt und hatte den Eindruck, dass sie recht schüchtern war. Nun war ich gespannt, wie sie unterrichten und mit der Klasse umgehen würde.
Mit mir hinten im Klassenzimmer saß die eigentliche Spanischlehrerin und Mentorin der Referendarin, Frau Ecker.
Zuerst begann jedoch Frau Ecker die Stunde, um über die Themen im Neigungsfach Spanisch zu informieren. In der 11. Klasse findet nämlich die Kurswahl statt, welche ausschlaggebend für Klasse 12 und 13 ist. Viele Schüler fragten sich nun, ob sie Spanisch 4-stündig wählen oder doch lieber abwählen sollten.
Nun war die Referendarin an der Reihe. Mir fiel auf, dass sie hauptsächlich zur ersten Reihe auf der linken Seite sprach und diejenigen, die weiter hinten saßen, etwas außer Acht ließ.
Sie erklärte, wie die Stunde ablaufen sollte. Und zwar hatte sie auf 2 leeren Tischen hinten im Raum verschiedene Fotos, aufgenommen in Guatemala, ausgelegt. Jeder Schüler sollte sich eines der Fotos aussuchen und einen Text/ eine Biografie zu der auf dem Foto abgebildeten Person verfassen. Niemand sollte jedoch wissen, welches Foto man sich ausgesucht hatte.
Als die Schüler nun zu den Fotos gingen, waren sie sich nicht sicher, ob sie das ausgewählte Foto mit zum Platz nehmen oder liegen lassen sollten. Diese Frage wurde nicht sofort geklärt, da die Referendarin sie gar nicht mitbekam und keiner der Schüler sie direkt darauf ansprach.
Als nun alle mit ihrem Foto am Platz saßen, ging Frau R. (die Referendarin) durch die Reihen, um den Schülern einzeln zu helfen. Das war meiner Meinung nach eine gute Idee, denn wenn einem der Schüler eine passende Vokabel zu seinem Foto fehlte (beispielsweise "Webstuhl"), dann war dies für die restlichen Schüler in dem Moment uninteressant und es hätte sie nur bei ihrer Arbeit gestört, wenn die Frage laut gestellt worden wäre.
Nachdem jeder seinen Text zum Foto verfasst hatte, fing Frau R. an, den weiteren Vorgang zu erklären, während viele noch redeten. Dies war sehr ungünstig, denn die Erklärung war wichtig und da nicht alle zuhörten, wussten diese danach nicht, was sie eigentlich tun sollten.
Frau R. hätte also zuerst dafür sorgen müssen, dass absolute Ruhe herrscht.
Nun wurden also alle Fotos wieder eingesammelt und auf verschiedenen Tischen verteilt. Jeder sollte zu dem Tisch gehen, auf dem "sein" Foto lag, jedoch niemandem sagen, welches das seinige war. Jeder sollte nun abwechselnd seinen Text vorlesen und die anderen Schüler, welche um den entsprechenden Tisch herumstanden, sollten raten, welches Foto zum Text passte.
Dies funktionierte recht gut und die Schüler hatten schnell erraten, welches Foto zu welchem Text passte. Ein Pluspunkt hierbei war für mich, dass Frau R. die Fotos selbst aufgenommen hatte, als sie längere Zeit in Guatemala lebte. So hatte sie einen besonderen Bezug zu den Fotos und konnte - auch wenn sie das aus Zeitgründen nicht tat - etwas dazu erzählen.

Im weiteren Verlauf der Stunde wurden 2 Texte über Nicaragua verteilt. Die linke Hälfte der Klasse bekam den einen Text, die rechte Hälfte den anderen. Die Texte sollten nun sorgfältig gelesen und Stichworte dazu aufgeschrieben werden, damit man einem Schüler der anderen Gruppe seinen Text später nacherzählen konnte.
Anschließend sollten sich alle in 2 Reihen einander gegenüber aufstellen (2 Texte --> 2 Reihen).
In einem etwas (zu) komplizierten Verfahren sollte jeder seinen eigenen Text 2 mal einem Gegenüber erzählen und den Text eines Gegenübers 1 mal einem anderen Gegenüber erzählen. Diese etwas komplizierte Vorgehensweise und die Tatsache, dass zu wenig Platz war, um 2 ordentliche Reihen zu bilden, führte zu einem relativ großen Durcheinander, bei dem 1 Schüler plötzlich keinen Partner mehr hatte und alleine dastand.
Ich denke, dass eventuell eine kurze Erklärung des Ablaufs auf Deutsch ganz gut gewesen wäre, denn Frau R. sprach ausschließlich Spanisch und das machte die Sache doppelt kompliziert.
Außerdem sprach Frau R. zu leise, sodass viele ihre Erklärungen in der allgemeinen Unruhe gar nicht mitbekamen.
Anschließend legte Frau R. eine Folie mit Fragen zu den beiden Texten auf den Overhead-Projektor, welche im Schnellverfahren mündlich beantwortet wurden, da die Zeit zu knapp war.
Im Allgemeinen hat mir die Doppelstunde gut gefallen, da sie einfallsreich gestaltet war. Jedoch hätten die Missverständnisse und die Unruhe, die während der zweiten Phase des Unterrichts aufkamen, verhindert werden können.
Leider hatte ich nicht die Möglichkeit, bei der Besprechung der Stunde dabeizusein, da diese auf der gemeinsamen Heimfahrt im Zug abgehalten wurde..

Zweiter Schultag III

Die vierte und letzte Stunde an diesem zweiten Schultag verbrachte ich in einer 12. Klasse in Spanisch. Wie so oft in den Spanischklassen waren auch hier die Mädchen deutlich in der Überzahl - es gab nämlich nur einen Jungen! Dieser war Muttersprachler.
Wiedereinmal sollte ich mich auf Spanisch vorstellen und wurde von den Schülern nett begrüßt. Die meisten kannte ich ja noch von früher - zumindest vom Sehen her.
Zuerst wurden die Themen für die anstehende Klausur besprochen. Diese waren die Mexikanische Revolution, Frida Kahlo (die Aufgabe würde sein, ein Gemälde zu beschreiben),...
Nun sollte das Thema "Cuba" eingeführt werden und hierzu erstellte Frau Salazar ein Mindmap an der Tafel. Was ich sofort dachte: Dies wäre eine typische Situation, in der ein Whiteboard gute Dienste leisten könnte! Wie so oft bei Mindmaps an der Tafel wurde nämlich schnell der Platz an einigen Stellen zu eng und man konnte die daraus resultierende kleine Schrift kaum noch entziffern. Das wär - wie wir ja wissen - mit dem Whiteboard kein Problem gewesen.
Anschließend wurden die angegebenen Vokabeln zu einem Text im Buch besprochen und daraufhin der Text laut vorgelesen - jeder Schüler sollte einen Satz lesen. Ich habe es oft erlebt, dass zuerst der Text gelesen und dann die neuen Vokabeln besprochen wurden - auf diese Weise war der Text jedoch von vornerein leichter zu verstehen.
Nachdem der Text zu Ende gelesen war, wurde mündlich die Aufgabe "Qué has comprendido", bei der wahre und falsche Aussagen aufgelistet waren, besprochen.
Zum Schluss wurde mal wieder (sowohl unter Lehrern, als auch unter Schülern ja sehr umstritten) eine Gruppenarbeit aufgesetzt. Die 15 Schüler wurden in 2 Gruppen eingeteilt und jede hatte eine Aufgabe zu besprechen. Es sollte natürlich nur Spanisch gesprochen werden. Danach sollten sich die Gruppen vermischen und sich gegenseitig von ihren Ergebnissen unterrichten. Da die Klasse nur aus 15 Schülern bestand, klappte dies ganz gut. Ich denke, bei 25 oder mehr Schülern würde es aber in der Klasse zu laut werden.
Die Ergebnisse der beiden Gruppen wurden dann an der Tafel zusammengetragen.

Wenn ich die Protokolle zu den jeweiligen Stunden so betrachte, fällt mir auf, dass die Vorgehensweise der Lehrerin fast immer die gleich ist...
Texte im Buch werden zusammen gelesen, Aufgaben dazu mündlich besprochen und die Ergebnisse an der Tafel festgehalten, damit jeder sie in sein Heft übertragen kann. Das ist wahrschinlich die einfachste und effektivste Methode zu unterrichten, jedoch sollte ein Lehrer immer darauf achten, Abwechslung in den Schulalltag zu bringen und die Schüler nicht zu langweilen!

In dieser Klasse ist mir aufgefallen, dass mindestens 5 SchülerInnen sehr gut Spanisch sprachen. Man merkte gleich, dass sie schon einmal für längere Zeit in Spanien oder Lateinamerika gewesen waren. Heute ist es ja schon fast üblich, in der 11. Klasse für 1 Jahr ins Ausland zu gehn und dann gleich in der 12. Klasse weiterzumachen. Das geht aber natürlich nicht mehr, wenn man nur noch 12 Jahre bis zum Abitur Zeit hat!

Mittwoch, 18. März 2009

Zweiter Schultag II

Die zweite und dritte Stunde an diesem Tag verbrachte ich in einer 13. Klasse in Deutsch.
Diesmal begleitete ich einen Lehrer, welchen ich in meiner Schulzeit nie selbst als Lehrer gehabt und somit nie kennengelernt hatte. Die Klasse bestand aus nur 18 Schülern und das besondere für mich war, dass ein ehemaliger Klassenkamerad, der die Abiturprüfungen letztes Jahr nicht bestanden hatte, nun ein Schüler dieser Klasse ist! Das war schon etwas komisch: Er noch auf der Seite der Schüler, ich nun auf der Seite der Lehrer - vor 8 Monaten noch Klassenkameraden! Glücklicherweise fand er die Tatsache aber nicht störend, sondern lustig und setzte sich gleich zu mir, um zu reden - bis der Lehrer ihn wieder in seine Arbeitsgruppe holte...
Nun aber der Reihe nach. Zuerst wurde das Protokoll der letzten Stunde von 2 Schülerinnen mündlich vorgetragen - gar keine schlechte Idee, wie ich finde! Denn Protokoll schreiben ist für die Schüler natürlich nervig. Wenn man sich aber nur Stichworte notieren muss und das ganze dann in der nächsten Stunde mündlich vortragen kann, haben auch die Mitschüler was davon und man selber (als Protokollant) hat weniger Arbeit.
Anschließend legte der Lehrer (Herr Dr. Mühl) eine Folie auf den Overhead-Projektor. Hierbei fiel mir auf, dass dies tatsächlich das erste Mal seit Beginn meiner Hospitation war, dass ein anderes Medium außer der Tafel eingesetzt wurde!! Eine sehr schlechte Bilanz, wie ich finde...
Das derzeitige Thema des Unterrichts war Faust von Goethe.
Auf der Folie war nun das mittelalterliche Weltbild dargestellt und sollte von den Schülern mit Faust verglichen werden, welcher immer nach der höheren Erkenntnis strebt.
In einer anschließenden Gruppenarbeit, bei welcher sich die Schüler in 3 Gruppen einteilen mussten, wurden die Themen "Faust als historische Figur","Faust als literarische Figur" und "Das Ulmer Puppenspiel; moderne Inszenierung des Stücks" mit Hilfe von passendem Material bearbeitet. Außerdem teilte Herr Mühl jeder Gruppe eine Folie aus, auf der die Ergebnisse festgehalten werde sollten. Diese Methode habe ich in der Oberstufe oft erlebt und habe nichts dagegen einzuwenden.
Anschließend wurden die Ergebnisse also von 1,2 Schülern der jeweiligen Gruppe und mithilfe der Folie vorgetragen.
Die Gruppe, welche Thema Nr. 3 bearbeitet hatte, führte eine kleine eigene Inszenierung einer Szene aus Faust I vor, welche alle Beteiligten sehr amüsierte und von Herrn Mühl gelobt wurde.
In der vorgeführten Szene spielte einer der Schüler einen "braven Typen", welcher eine Art Engel darstellte und Faust Bücher zum Lernen anbot. Der Teufel wurde durch einen Dealer dargestellt, welcher Drogen anbot und Faust vorschlug, mit ihm auf eine Party zu gehn.
Nun sollten Gemeinsamkeiten zwischen dieser Inszenierung und dem Puppenspiel und Goethes Faust gesucht werden.
Sie bestanden darin, dass Faust als unzufriedene Person dargestellt wurde, die Sehnsucht nach Weltenfreuden hegt und an dem Wissen verzweifelt, nie alles Wissen erlangen zu können.
Welch eine Überraschung: Zum Schluss wurde eine DVD mit dem Beamer angeschaut! Zum ersten Mal seit Beginn meiner Hospitation wurde die Vorrichtung, welche sich in jedem Schrank im neuen Schulgebäude befindet und aus Video-,CD-,DVD-Gerät besteht, benutzt. In diesem neuen Gebäude befindet sich außerdem ein Beamer an der Decke eines jeden Klassenzimmers. Im alten Gebäude dagegen muss man eine fahrbare Station mit PC, Beamer usw in die Klassenzimmer holen.

Zweiter Schultag I

An meinem zweiten Schultag in meiner alten Schule, dem Kant-Gymnasium in Weil am Rhein, besuchte ich zuerst eine 9. Klasse in Spanisch. Schon am Tag zu vor hatte ich mit meiner Betreuung Frau Salazar besprochen, dass ich in dieser Klasse hospitieren würde und war nun schon sehr gespannt, da ich die 9. Klasse als etwas durcheinander und unruhig in Erinnerung habe. Das liegt erstens daran, dass die Schüler etwa 15 Jahre alt - also mitten in der Pubertät! - sind und zweitens, dass nach der 8. Klasse die Klassen neu aufgeteilt werden und sich somit eine neue Klassengemeinschaft formiert, neue Freundschaften geknüpft werden, neue Schüler hinzukommen usw.
Die Klasse bestand aus 29 Schülern und war somit recht groß, was die Situation für den Lehrer nicht gerade einfacher macht! Zum ersten Mal musste ich mich nun auf Spanisch vorstellen, was zum Glück gut klappte, mir aber wieder einmal klarmachte, dass es unmöglich ist, eine Fremdsprache zu unterrichten, ohne davor eine zeitlang in dem jeweiligen Land verbracht und die Sprache fließend sprechen gelernt zu haben!
Die Schüler der 9. Klasse befinden sich im 2. Jahr Spanisch und können sich somit noch nicht allzugut frei ausdrücken.
Zuerst wurden die Vokabeln der aktuellen Lektion mündlich abgefragt.
Dann sollte eine Aufgabe im Buch, welche sich auf den zuvor gelesenen Text bezog, berarbeitet werden: "Qué significa ser la generación cero?" (Was bedeutet es, die Generation Null zu sein?)
Wie so oft wurde die Aufgabe mündlich gelöst, indem die Schüler sich meldeten und die Lehrerin die Ergebnisse an der Tafel festhielt. In solch einem Fall wäre ein Whiteboard meiner Meinung nach nicht wirklich nötig, da die genannten Punkte nicht sortiert werden müssen. Ginge es aber darum, das Gesagte später nach seiner Wichtigkeit zu sortieren, wäre ein Whiteboard ideal.
Anschließend wurde eine Stillarbeit von 10 Minuten aufgetragen, in der über Diskussionsthemen in der eigenen Familie nachgedacht werden sollte. Diese Stillarbeit war in Wirklichkeit natürlich nicht besonders still. Ich denke, das ist aber meistens der Fall, denn wenn schon nicht über Privates getuschelt wird, dann zumindest über Vokabeln, die man benötigt, um seine Ergebnisse aufzuschreiben.
Auch diese Ergebnisse wurden anschließend an der Tafel zusammengetragen.
Ich denke, diesen zweiten Schritt hätte man etwas anders gestalten sollen und nicht schon wieder dieselbe Vorgehensweise: Die Schüler melden sich, die Lehrerin schreibt die Ergebnisse an die Tafel. Doch ist es nicht einfach, Alternativen hierzu zu finden, denn es ist die einfachste Methode, die Schüler miteinzubinden und das Wichtigste an der Tafel festzuhalten, damit es von den Schülern ins Heft übernommen wird. Vielleicht hätte man die Aufgabe so angehen können, dass jeder einen Punkt an die Tafel schreibt und das ganze anschließend gemeinsam korrigiert wird. Das wäre aber natürlich sehr zeitaufwändig gewesen und da der Lernplan sehr "vollgepackt" ist, kann man sich solch eine Vorgehensweise wohl nur alle paar Wochen erlauben.
Anschließend wurde eine Arbeit, welche schon in der Stunde zuvor ausgeteilt worden war, verbessert. Ich finde es nicht sehr sinnvoll, eine Arbeit vor der der Verbesserung auszuteilen und noch dazu das Ganze auf 2 Unterrichtsstunden zu verteilen! Meist ist das Interesse an der Verbesserung nach der Austeilung der Arbeit nicht mehr besonders groß - wie ich ja bereits in einem vorhergehende Post geschrieben habe.
Trotzdem arbeiteten viele mit und auffällig war besonders, dass die 6 Jungs der Klasse sich sehr viel beteiligten. Auch in meiner ehemaligen Spanischklasse waren die Jungs stark in der Unterzahl, jedoch beteiligten sie sich auch viel weniger am Unterricht als die Mädchen. Hier war es nun eher andersrum.
Frau Salazar erzählte mir später, dass auch ihr das aufgefallen war und sie sich natürlich darüber freute. Einer der Schüler habe eine Mutter, welche gebürtig aus Guatemala sei, und habe daher natürlich einen reicheren Wortschatz als die anderen. Dies verunsicherte die übrigen Schüler aber offensichtlich nicht - zum Glück.
Im Allgemeinen war ich positiv überrascht, da ich mir eine neunte Klasse "schlimmer" vorgestelllt hatte.

Freitag, 6. März 2009

Mein erster Schultag II

Nachdem ich also 2 Stunden in einer 5. Klasse in Deutsch hospitiert hatte, besuchte ich nun eine 10. Klasse in Spanisch. Die Lehrerin, welche ich begleitete, war auch hier Frau Salazar, meine "Ansprechperson".

Mit mir saßen noch 2 andere Referendarinnen hinten in der Klasse und als wir reinkamen, staunten die Schüler etwas über die Anzahl an "Besuchern". Ich hörte die Bemerkung "Ah, unsere neue Mitschülerin!?", die zweifelsohne an mich gerichtet war. Ich fand das aber lustig und war nicht gekränkt, denn ich weiß ja, dass ich eher wie eine Schülerin aussehe, als wie eine Lehrerin. Zuerst wurde ein Vokabeltest geschrieben. Die Lehrerin teilte die Klasse in A und B auf, sodass man nicht von seinem Nachbarn abschreiben konnte. Dann las sie die zu übersetzenden Wörtern aus der Vokabelliste im Buch vor. Ich hätte es aber besser gefunden, wenn ein vorgedruckter Test ausgeteilt worden wäre, denn so kam es zu ein paar Unsicherheiten bezüglich der verschiedenen Gruppen und welches Wort nun für welche Gruppe bestimmt war usw. Außerdem wurde auf diese Weise unter den Schülern natürlich mehr geflüstert, denn während der eine mit der Lehrerin kurz sprach, um nochmal nach einem Wort zu fragen, fingen die andern an, sich zu unterhalten. Bei einem vorgedruckten Test ist es einfacher, für Ruhe zu sorgen, denke ich. Wahrscheinlich hatte die Lehrerin im Vorfeld aber lediglich keine Zeit gehabt, einen Test auf dem PC zu erstellen.
Nach dem Test gab Frau Salazar die kurz zuvor geschriebene Klausur zurück. Der Durchschnitt war 4,0 und da wunderte es natürlich nicht, dass viele enttäuscht über ihre Note waren und alles daran setzten, noch ein paar Punkte und damit vielleicht eine bessere Zensur rauszuholen.
Anschließend sollte nun die Korrektur der Klausur gemeinsam besprochen werden.
Das war aber ein großer Fehler, wie sich schnell rausstellte und was die Lehrerin danach auch gleich einsah. Denn den Schülern ging es nicht darum, ihre Fehler zu verbessern, sondern - wie bereits gesagt - noch ein paar Punkte zu ergattern. Es entstand eine große Diskussion zwischen der Lehrerin und einzelnen Schülern. Meiner Meinung nach hätte Frau Salazar nicht auf die einzelnen Fragen eingehen sollen, sondern sagen, dass diese Einzelfälle nach der Stunde persönlich besprochen werden würden. So wurde es nun aber sehr laut in der Klasse, denn die Schüler konnten und wollten viele ihrer Fehler nicht verstehen und diskutierten laut.
Beim Versuch, die Korrektur fortzusetzen, wurde Frau Salazar immer wieder von einzelnen Schülern unterbrochen. Während sie also mit einem einzelnen Schüler über dessen Fehler diskutierte, redeten die anderen.

Später erzählte Frau Salazar mir, dass sie und ihre Kollegen/ Kolleginnen sich abundzu gegenseitig im Unterricht besuchten, um sich Tipps zu holen oder danach Tipps zu geben, was besser gemacht hätte werden können. Ohne Bewertung also, nur zum eigenen Vorteil.
Ich halte das für eine sehr gute Idee.

Die vierte und letzte Stunde an diesem ersten Schultag verbrachte ich in einer 13. Klasse in Spanisch. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, wenn möglich nicht in der Oberstufe (also Klasse 12 und 13) zu hospitieren, da ich die Schüler dieser Stufen noch gut von meiner eigenen Schulzeit kenne und ich dachte, ich würde mich in diesen Klassen dann unwohl fühlen. Immerhin bin ich gerade mal 1 Jahr älter als die 13.Klässler, zum Teil sogar gleichalt.
Da Frau Salazar aber spontan vorschlug, gleich nach dem Besuch der 10. Klasse mit in die 13. zu kommen (2 Türen weiter), sagte ich nicht nein und dachte mir "Es wird schon gut gehn". Als ich dann zusammen mit einer Referendarin in die Klasse kam, erkannte ich gleich 2 ehemalige Mitschüler von mir, welche sitzengeblieben waren. Ein anderer Schüler, welchen ich vom Sehen her kenne, meinte "Ey, dich kenn ich!". Ich war erleichtert, denn alle verhielten sich sehr nett mir gegenüber und fragten erstaunt, ob ich denn noch nicht genug von der Schule habe - eine oft gehörte Frage! Ich setzte mich in die letzte Reihe und holte meinen Block hervor, um Notizen zu machen. Mein ehemaliger Mitschüler, welcher auch in der letzten Reihe saß, spähte zu mir hinüber und meinte: "Was notierst du da? Ich wollte ja schon immer wissen, was die Referendare so mitschreiben. Auch über das Verhalten der Schüler?" Ich fand diese Frage recht amüsant, da ich mir dieselbe früher auch abundzu gestellt hatte, wenn ein Referendar in unserer Klasse saß. Wenn ich so meine Notizen anschaue, dann stehen da hauptsächlich Stichworte über den Ablauf des Unterrichts, aber auch ein paar Bemerkungen zum Verhalten des Lehrers und der Schüler, wenn mir etwas aufgefallen ist, das mir besonders wichtig schien. Wie zum Beispiel die bereits erwähnte Sache mit der zurückgegebenen Klausur und den anschließenden Diskussionen.
Das Thema in dieser 13. Klasse war nun also die Lektüre "Ardiente paciencia" von Antonio Skármeta, welches Sternchenthema für das Abitur sein wird - wie auch bei mir im Jahr zuvor.
Folglich kenne ich den Inhalt der Lektüre und das, was wir dazu erarbeitet haben, noch ziemlich gut. Die Aufgabe dieser Stunde war die Analyse eines Gesprächs zwischen dem Dichter Pablo Neruda und Dona Rosa. Diese Aufgabe hatten auch wir letztes Jahr zu bearbeiten. Frau Salazar zeichnete eine Tabelle an die Tafel, in welche sie alles, was von den Schülern gesagt wurde (und korrekt war) eintrug. Wie gewöhnlich stellte sie zu dem Gesagten Nachfragen. Im Allgemeinen arbeiteten die Schüler - es waren 17 an der Zahl - sehr gut mit. Wie in fast jeder Stunde/ Klasse
arbeiteten einige auffällig gut mit während andere sich kaum oder gar nicht meldeten. Nach der Stunde sagte Frau Salazar mir, dass es in dieser Klasse auffällige Unterschiede bezüglich des Niveaus der einzelnen Schüler gäbe. 5 von ihnen seien sehr stark - das waren natürlich diejenigen, die sich in der Stunde am meisten gemeldet hatten -, dann gäbe es noch 2,3 "in der Mitte" und der Rest sei widerum auf demselben Niveau. Meiner Meinung nach ist es besonders in solch einer Klasse, wo der Niveau-Unterschied stark ausgeprägt ist, wichtig, dass man als Lehrer auch diejenigen dran nimmt, welche sich nicht freiwillig melden und die Antworten nicht sofort parat haben. Das ist natürlich anstrengend und wenn man mit dem Stoff hinterher ist, neigt manch einer bestimmt dazu, nur diejenigen aufzurufen, die sich sowieso melden, um mit dem Stoff schneller voranzukommen. In diesem Zusammenhang ist vielleicht noch erwähnenswert, dass die mündliche Notenvergabe eine sehr schwierige Sache ist, die mir bestimmt nicht leicht fallen wird. Ich hatte einmal eine Diskussion mit einem Mathelehrer von mir. Ich war mit meiner mündlichen Note nicht einverstanden und er erklärte mir, dass er das nachvollziehen könne, das mündliche Noten aber fast nie gerecht seien und es unglaublich schwierig sei, diese Noten zu vergeben. Außerdem könne aufgrund meiner Reklamation meine Note nicht verbessern, da sonst auch die anderen Schüler zu ihm kämen und eine bessere Note verlangten. Ich konnte das nachvollziehen, war aber immernoch nicht zufrieden - denn diese Erklärung half mir ja auch nichts!
Zum Schluss der Stunde wurde eine Hausaufgabe aufgegeben (die erste an diesem Tag, die Frau Salazar aufgab, obwohl ich bei ihr fast immer Hausaufgaben hatte!).
Sie knüpfte an das in der Stunde erarbeitete an. Die Schüler sollten bezüglich eines bestimmten Zitats die Argumentation des Protagonists Mario und die des Poeten Neruda vergleichen.

Donnerstag, 5. März 2009

Mein erster Schultag I

Der erste Tag meiner Hospitation in meiner alten Schule, dem Kant-Gymnasium in Weil am Rhein, war am 11.2. Das ist jetzt leider schon etwas her, aber ich hoffe, mithilfe meiner Notizen einen genügend detaillierten Bericht schreiben zu können.

Ich habe mir die 12 Schulstunden so eingeteilt, dass ich 3 Tage in Folge hospitiert habe und pro Tag 4 Schulstunden in der Schule verbracht habe. Ein sehr angenehmer Stundenplan also ;).

Als ich am ersten Tag mit dem Auto zur Schule fuhr, überkam mich ein seltsames Gefühl, denn es war ja der gleiche Weg, den ich bis vor 10 Monaten fast täglich gefahren bin - und das 9 Jahre lang! Nun war ich aber nicht als Schülerin an der Schule, sondern als Praktikantin. Während der Hospitationszeit habe ich mich dennoch weder als Schülerin, noch als Lehrerin gefühlt! Deshalb auch das seltsame Gefühl... Die Zeit, die seit meiner Schulzeit vergangen ist, ist zu kurz, um soviel Abstand gewonnen zu haben, dass man zurück kommt und sich direkt auf der "anderen Seite" sieht. Die meisten meiner ehemaligen Lehrer sind ja dieses Jahr immernoch an der Schule und viele Schüler (vor allem die der Oberstufe) kenne ich noch.

Herr Dr. Haas, der Schulleiter des Kant-Gymnasiums, hatte für mich eine "Betreuung" bzw Ansprechperson organisiert, und zwar meine ehemalige Spanischlehrerin Frau Salazar. Darüber war ich sehr froh, denn ich mochte sie schon als Schülerin. Außerdem unterrichtet sie die gleichen Fächer, welche ich später unterrichten werde: Deutsch und Spanisch. 5 der 12 Schulstunden habe ich in ihrem Unterricht hospitiert.

Als ich also am ersten Tag zur Schule kam, teilte Frau Salazar mir einen Platz im Lehrerzimmer zu. Glücklicherweise am "Referendaren-Tisch", denn diese waren alle neu an der Schule und so lernten sie mich als Praktikantin kennen und kannten mich nicht noch als Schülerin. Ich im Gegenzug lernte sie als "Kollegen" kennen und wir duzten uns gleich. Im Lehrerzimmer, welches ich noch vor 10 Monaten nicht betreten durfte, traf ich natürlich auf viele ehemalige Lehrer/innen. Diese duzte ich natürlich nicht - zu stark war noch das "Schüler-Lehrer-Gefühl"!
Sie traten mir jedoch alle freundlich gegenüber und begrüßten mich erstaunt mit Worten wie: "Ach, Sie sind schon wieder hier?! Haben Sie das Kant so sehr vermisst?" oder "Haben Sie also die Seite gewechselt? Schön!"
Es freute mich natürlich, dass alle so freundlich waren. Außerdem begrüßten viele meine Entscheidung, alleine nach Hamburg zu ziehen und dort zu studieren, anstatt wie die meisten anderen nach Freiburg zu gehen, um zu studieren. Das bestärkte mich in dem Gefühl, die richtige Entschiedung getroffen zu haben.

Meine ersten beiden Stunden hospitierte ich bei Frau Salazar in einer 5. Klasse in Deutsch. Ich stellte fest, dass 5.Klässler doch noch sehr stark an Grundschüler erinnern. Dies zeigte sich auch darin, dass sie selbst entschieden hatten, zur Begrüßung des Lehrers aufzustehen und im Chor "Guten Morgen Frau/Herr ..." zu sagen. Nachdem ich mich als "Katharina" vorgestellt hatte, sagten sie dann im Chor "Guten Mooorgen Frau Katharina" und kicherten dabei natürlich. Im Nachhinein dachte ich, ich hätte mich doch besser als "Frau Dreher" vorstellen sollen, aber das brachte ich in diesem Moment einfach nicht fertig. Auch daran merkt man, dass ich mich noch nicht wirklich als Lehrerin fühle!
Das Thema der Doppelstunde war "Rechtschreibung". Zuerst wurden die Ergebnisse der letzten Stunde wiederholt: Dehnung geschieht mit Dehnungszeichen wie "h", "ie"oder Doppelvokalen.
Anschließend lasen die Kinder abwechselnd laut einen Text aus dem Lesebuch vor. Aus diesem sollten sie dann eine Regel für kurze bzw lange Vokale ableiten, zB: Karte, Kate.
Die gemeinsam erarbeitete Regel wurde dann von der Lehrerin an die Tafel geschrieben, damit jeder Schüler sie ordentlich in sein Heft übertragen konnte. Wie ich aus meiner eigenen Schulzeit noch weiß, ist es vor allem für Schüler der niedrigeren Klassen sehr wichtig, dass der Lehrer die wichtigsten Ergebnisse an der Tafel festhält, damit diese ins Heft übertragen und gelernt werden können und zur Bearbeitung von Übungsaufgaben zur Hilfe genommen werden können.
Die aufgestellte regel diente nun als Einleitung zum Thema "Die Schärfung" (durch Doppelkonsonaten). Als nächstes sollten die Schüler in 2er-Teams eine Übung dazu machen. Hierbei sollten sie sich die angegebenen Wörter gegenseitig laut vorlesen.
Die Ergebnisse wurden dann wieder gemeinsam formuliert und eine Regel an die Tafel geschrieben. Es folgte wiederum eine Übung dazu in 2er-Gruppen, bei welcher ich mich zu zwei sehr engagierten und motivierten Schülerinnen setzte, um sie genauer beobachten zu können. Leicht konnte man feststellen, dass das eine Mädchen etwas stärker war als das andere und die Ergebnisse meist schneller wusste und aufschrieb als ihre Partnerin. Jedoch hatte auch das andere Mädchen keine Probleme mit den Aufgaben und schrieb das Ergebnis nicht einfach von ihrer Partnerin ab, sondern überlegte zuerst und verglich dann.

Im Anschluss an die Doppelstunde erklärte Frau Salazar mir das "Grüner-Konzept", nach welchem in der Schule - vor allem in der Unterstufe - vorgegangen wird. Dieses Konzept ist darauf ausgelegt, Positives zu stärken, anstatt zu bestrafen. In den Klassenzimmern hängen Benimmregeln an den Wänden, welche zum Beispiel besagen "Wenn mein Lehrer das Start-Zeichen gibt, fange ich sofort mit der Aufgabe an und beende sie erst, wenn ich sie vollständig gelöst habe" oder "bei Unterrichtsbeginn liegen ALLE meine Materialen auf dem Tisch bereit" usw. Wenn nun kein Schüler der Klasse einen Eintrag ins Klassenbuch bekommt, bekommt die Klasse dafür "Teampunkte". Diese werden auf ein Blatt Papier geschrieben und hängen an der Wand. Wenn die Klasse eine bestimmte Anzahl von Punkten erreicht hat, darf zum Beispiel ein Film angeschaut werden oder ein gemeinsames Frühstück wird zur Belohnung gemacht oder ...
Wie ich selbst sehen konnte, sind die Schüler mit vollem Eifer dabei, Teampunkte zu sammeln und beraten fleißig darüber, ob sie ihre bereits gesammelten Punkte für einen Film "opfern" wollen oder doch lieber noch mehr Punkte sammeln sollen, um dann einen Tag Hausaufgaben-frei zu bekommen.
Das Konzept funktioniert bisher also recht gut!
Als Schüler der Oberstufe haben wir die Benimmregeln an den Wänden der Klassenzimmer natürlich auch schon gesehn und uns (vor allem über die Formulierungen) lustig gemacht. Jetzt, da ich weiß, dass das Konzept funktioniert und die Schüler dazu animiert, besser mitzuarbeiten und keine Streiche anzustellen, sehe ich die ganze Sache aus anderen Augen.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Whiteboard


PE am 30.01.09


In der Sitzung vor 2 Wochen haben wir uns mit Whiteboards beschäftigt. Ein Thema, welches mich sehr interessiert, vor allem, da ich schonmal das Wiimote-Smartboard ausprobieren durfte und recht begeistert war.
Christopher und ? haben eine kleine Präsentation vorgetragen und uns einen groben Überblick über Whiteboards veschafft.
Und zwar gibt es das Activeboard des Herstellers Promethean, welches berührungsUNempfindlich ist und unter dem Motto "von Lehrern für Lehrer" steht. Da das Activeboard berührungsunempfindlich ist, benötigt man einen bestimmten Stift (activepen), um an der "Tafel" zu arbeiten. Positiv hierbei ist, dass Schüler (und auch Lehrer) das board berühren können, ohne dass gleich etwas passiert.
Das Smartboard des Herstellers Smart Technologies hingegen ist mit einem Stift und mit den Fingern nutzbar. Hier hat man 4 Farben zur Auswahl und laut Christopher ist es bedienungsfreundlicher als das Activeboard.
In einem anschließenden Filmausschnitt haben wir die Nutzung eines Smartboards in einer Grundschule, 2. Klasse, angeschaut. In dieser Situation war das Smartboard aber gar nicht nötig, denn es wurde lediglich genutzt, um Bilder und 2 Wörter darzustellen, welche genausogut an die Tafel gemalt hätten werden können.

Ein Pluspunkt für die Whiteboards ist aber auf jeden Fall, dass sie PC (zur Internetnutzung), DVD-Player und Overhead vereinen. Das Problem bei den Overheads, dass die Folie runterfällt, das Bild an der Decke "klebt" oder Ähnliches, fällt zum Glück weg.
Laut Christopher ist ein weiterer Pluspunkt, dass Whiteboards für Bewegungslegastheniker sehr praktisch sind. Es ist zum Beispiel kein Problem, eine gerade Linie mithilfe eines "Lineals" zu ziehen - auch wenn man zittert oder wackelt..
In Hamburg wird/wurde? ein Sonderinvestitionsprogramm gestartet, welches vorsieht, möglichst viele Klassenräume mit Smartboards auszustatten. Im Wilhelm-Gymnasium sind beispielsweise schon alle Klassenräume ausgestattet.

Anschließend an die Einführung durch Christopher und ? teilten wir uns in 2 Gruppen auf und hatten die Möglichkeit, zwei Activeboards selbst auszutesten. Außerdem besuchte uns ein Lehrer eines Hamburger Gymnasiums, welcher sich bestens auf diesem Themengebiet auskennt.
Wir stellten fest, dass eine gute Einarbeitung sehr wichtig ist! Wenn man mit den Elementen des Whiteboards nicht vertraut ist, verliert man wertvolle Unterrichtszeit und macht natürlich einen unkompetenten Eindruck. Teilweise dauert eine Anwedung am Whiteboard auch länger und ist komplizierter, als wenn man schnell die Tafel benutzt. Daher ist es wichtig, zu entscheiden, wie man das Whiteboard wirklich sinnvoll einsetzt.
Sehr praktisch sind Whiteboards, um Tafelbilder zu entwickeln. Beispielsweise beim Brainstorming, welches oft genutzt wird, um ein neues Thema einzuführen, kann man ersteinmal alle Begriffe sammeln und anschließend ganz unkompliziert sortieren, indem man die einzelnen Begriffe nach Belieben auf der Tafel verschiebt.
Wie wir erfahren haben, wird in Deutschland zu 70 % Frontalunterricht gehalten. Laut Herr ? soll dieser Frontalunterricht dann wenigstens gut gehalten werden. Dies ist mit einem Whiteboard möglich, indem man beispielsweise Filme oder Fotos miteinbaut.

Ein negativer Aspekt der Whiteboards sind die hohen Energiekosten, welche sie verursachen. Ein Beamer benötigt beispielsweise 500 Watt und die Energiekosten schnellen derzeit in die Höhe. Außerdem kann die Elektronik natürlich abundzu ausfallen. Auf diesen Fall muss man als Lehrer dann immer vorbereitet sein und ein Alternativprogramm auf der Seite haben.
Wie bei allen elektronischen Medien kommt es auch beim Smartboard darauf an, WIE der Lehrer es einsetzt.

Herr ? meinte abschließend: "Das Smartboard ist wie ein Fenster, wo man sich die Welt von draußen reinholen kann."

Dies finde ich einen schönen Vergleich, denn er zeigt, welche Möglichkeiten das Smartboard bietet. Ich persönlich würde mich freuen, später an einer Schule unterrichten zu dürfen, an der Smartboards vorhanden sind - sofern ich die Möglichkeit habe, mich vor der Nutzung einzuarbeiten :-)

Donnerstag, 29. Januar 2009

...alles Spielekinder :)


Zur PE am 23.01.09


Wie ich in meinem letzten Post bereits geschrieben habe, haben wir uns in der letzten Sitzung den "Daten-Klau-Nachforschungs-Film" zu Ende geschaut und anschließend ein wenig von unseren eigenen Erfahrungen zu diesem Thema erzählt.
Das Ergebnis des Films war - könnte man sagen: Sie wissen unglaublich viel über uns. Aber wer sind "sie"? Und woher haben sie meine Daten? ... man kann es nicht wirklich beantworten! Denn diejenigen, die unsere Daten haben, wollen selbst unerkannt bleiben.
Konsequent wie ich bin, habe ich mich gleich im Anschluss an unsere PE bei "Allmaxx" angemeldet, einem "Club für Studenten", bei dem man einige Vergünstigungen in bestimmten Geschäften, Lokalen oder für bestimmte Service-Leistungen bekommt, dafür aber ein Konto bei der Comdirect-Bank eröffnen und außerdem mal wieder SEINE DATEN HERGEBEN muss!
Manchmal denke ich mir.. Es ist ja egal, ob jetzt noch eine weitere Firma/Institution über meine Daten verfügt, solange ich keine Rechnungen zugeschickt bekomme..
Naja, das ist ein Thema, über das man - wie wir in der PE schon bemerkt haben - stundenlang diskutieren könnte!

Im zweiten Teil unseres Seminars haben Jessi und Lea die "Lernwerkstatt" vorgestellt, ein Lernprogramm für Grundschüler, welches Fächer wie Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch umfasst, aber auch Aufgaben zum Thema Logik und mehr bietet. Natürlich durften wir das Programm anschließend wieder selbst ausprobieren um uns eine eigene Meinung zu bilden. Dabei haben wir festgestellt, dass die Spiele (die Aufgaben sind ja wie Spiele aufgebaut) viel Spaß machen und visuell auch anregend dargestellt sind, jedoch - und das dürfte bei solch einem preisgekrönten Programm nicht der Fall sind - haben wir eine inhaltliche Fehler gefunden! Dies ist natürlich sehr schlecht, denn die Schüler werden bestimmt verwirrt, wenn eine ihrer Lösungen als falsch angezeigt wird, obwohl sie in Wirklichkeit richtig ist.
Warum die Macher der "Lernwerkstatt" diese Fehler (noch) nicht bemerkt haben und vor allem noch nicht korrigiert haben, ist mir ein Rätsel.
Weiterhin haben wir darüber diskutiert, ob man in der Grundschule solche Lernprogramme, die ja am Computer stattfinden, überhaupt nutzen sollte, oder ob sie eher als "Abstellgleis" für anstrengende/unkonzentrierte Schüler missbraucht werden.
Unsere beiden "Lehrerinnen" hatten dazu die Meinung eines Grundschullehrers eingeholt, welcher das Programm bereits nutzt - jedoch nur zur Übung und niemals, um ein Thema einzuführen oder zu erklären! Diesen Punkt erachte ich auch als sehr wichtig, denn der PC darf niemals den Lehrer ersetzen und sollte nur zur Unterstützung genutzt werden. Ein Thema, welches immer und immer wieder in unseren Diskussionen zur Sprache kommt...

Am Ende des Seminars wies Herr Breier uns auf seinen "Grundsatz" "gesunde Füße" hin. Dieser bedeutet nämlich, dass der Lehrer - wenn die Schüler am PC arbeiten - nicht vorne an seinem Pult bleiben darf, sondern die Aufgabe hat, von einem Schüler zum anderen zu gehen und bei Problemen behilflich zu sein. ABER nicht sofort direkt eingreifen - besser, man gibt verbal Hilfestellung.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Brief, WebGeo, Diskussion, Film, ...

In unserer PE am 16.01. haben wir über verschiedene Dinge gesprochen bzw verschiedene Themen behandelt.

Und zwar ist Herr Breier noch einmal auf das Thema "Brief an den Vater" zurückgekommen. Vorletzte Sitzung hatten wir ja die Aufgabe bekommen, einen Antwortbrief an einen besorgten Vater zu schreiben. Herr Breíer hat uns seine Version vorgelegt und anschließend haben wir darüber gesprochen und festgestellt, dass man in einem Brief nur das nötigste schreiben sollte, denn Geschriebenes hat im Gegensatz zum Mündlichen "Dokumentcharakter". Besser ist es immer, eine mündliche Unterredung zu vereinbaren. Und ganz wichtig ist auch, auf die Form des Briefes zu achten. Herr Breier zeigte uns, wie viel Abstand zwischen den Zeilen/Absätzen sein sollte, welche Schriftart man verwenden sollte (Times New Roman) usw. (Nach "usw" zum Beispiel kommen nicht 3 Punkte, sondern nur 1 ;)
Außerdem wurden wir darauf hingewiesen, unbedingt auf unsere Rechtschreibung und auf Zeichensetzung zu achten, da in unseren Blogs zu viele Fehler zu finden seien...
Hierzu muss ich jedoch auch sagen, dass ich in meinem Blog nicht sehr formell schreibe und bei einem Brief an eine unbekannte Person viel mehr auf korrekte Ausdrucksweise achten würde.

Im zweiten Teil unserer Sitzung stellte Henning uns das Online-Lernprogramm WebGeo vor, welches wir anschließend auch gleich selbständig austesten durften.
Meiner Meinung nach ist dieses Programm wie ein Spiel aufgebaut, wie eine CD-Rom vielleicht, die man sich kauft und in der Freizeit ausprobiert. Man kann es also in der Schule durchaus einsetzen, aber nur 1,2 Mal - denke ich. Einige Animationen sind sehr gut gemacht und beispielsweise die Entstehung der Jahreszeiten infolge der Umkreisung der Erde um die Sonne ist sehr verständlich und anschaulich dargestellt. Man neigt jedoch ein wenig dazu, sich die Texte und die wirklich relevanten Informationen nicht gründlich durchzulesen und hauptsächlich den "Quiz-Charakter" des Programms zu nutzen. Vielleicht liegt diese Einschätzung aber auch daran, dass wir nur sehr kurz und oberflächlich mit WebGeo gearbeitet haben!

Es folgte nämlich eine angeregte Diskussion zum Thema "gläserner Bürger", also das Eindringen in die Privatsphäre der Menschen durch neue Technologien.
Herr Breier berichtete von einem sogenannten "RFID-Sender", der in einigen Kaufhäusern in Süddeutschland bereits getestet werde. Hierbei befindet sich der Sender der Einkaufstasche, in welche der Kunde seine Waren legt und speichert diese sofort ab/ liest sie ein. So muss an der Kasse lediglich der Sender gelesen werden und der zu bezahlende Betrag steht sofort fest. Außerdem wird gespeichert, welche Waren der Kunde XY gekauft hat.
So wie beispielsweise ebay sich merkt, welche Artikel einen interessieren und diese oder ähnliche Artikel beim nächsten Besuch der Seite sofort aufruft...


Zum Schluss schauten wir uns eine Reportage eines Journalisten an, der herausfinden wollte, woher die zahlreichen Werbefirmen, die einem dauernd Werbung und angebliche Gewinnmitteilungen zuschicken, seine ganzen Daten bezogen. Dies herauszufinden gestaltete sich äußerst schwierig, denn die Firmen, welche mit den persönlichen Daten zahlreicher Bürger werben, tun alles dafür, selbst unerkannt zu bleiben..

Wie ich finde, ein sehr interessantes Thema, denn bisher habe ich mir nicht allzugroße Gedanken darüber gemacht, wer meine Daten hat und woher. Ich versuche zwar zu vermeiden, irgendwo meine Adresse, Telefonnummer usw einzutragen, jedoch denke ich andererseits: Dann bekomme ich eben Werbung zugeschickt.. Soo schlimm ist das ja nicht. Man kann das ja ignorieren!
Bisher hatte ich jedoch schon 2 Mal Probleme mit "Internet-Abzockern", die Geld von mir wollten, da ich so dumm war und irgendwo meine Daten angegeben hatte...
Die eine Sache verfolgt mich bis heute, denn ohne es zu wissen, habe ich mich auf einer Seite angemeldet, auf welcher man - so sah es zumindest aus - kostenlos sms verschicken konnte. Dies ist schon 2 Jahre her und ich habe lediglich 5 sms über diese Seite versendet und die Folge waren 150 €, die ich zahlen musste! Das Problem ist außerdem.. Der "Vertrag", den ich abgeschlossen habe, ist erst nach 2 Jahren kündbar und jetzt soll ich schon wieder 150 € bezahlen!
Diesmal werde ich jedoch nicht nachgeben. Auch wenn sms-sofort.com mich schon auf meinem Handy angerufen hat...




Donnerstag, 15. Januar 2009

zum letzten Mal ein Rollenspiel

zur PE am 09.01.09

Vergangenen Freitag trafen wir uns zum letzten Mal zusammen mit Herrn Jungwirth, um ein weiteres Rollenspiel auszuprobieren und anschließend die vergangenen 3 Seminare revue-passieren zu lassen und zu einem Fazit zu gelangen.
Die Aufgabe bestand dieses Mal darin, sich in 10 Minuten ein Thema für eine kurzfristig aufgetragene Vertretungsstunde auszudenken. Die zu betreuende Klassenstufe konnte man frei auswählen, so auch die Stunde, die die Klasse eigentlich gehabt hätte, das Thema, ... usw.

Diese Aufgabe schien mir ganz besonders schwierig, da wir ja keinerlei Materialien zur Verfügung hatten und nur so wenig Zeit, um uns etwas auszudenken, außerdem einen Erfahrungswert = 0. Sollte man nun lieber etwas "lehrplanrelevantes" machen, was sich auf die Fächer bezieht, die man studiert oder soll man sich lieber ein unterhaltsames Spiel ausdenken?
Eine Idee hatte ich zwar bald, etwas, das mit meinem Fach Germanistik zusammenhängt und was auch auf dem Lehrplan der 10. Klasse steht und nicht allzu langweilig ist, nämlich das "Kommunikationsmodell" von Schulz von Thun. Jedoch scheiterte ich dann ganz einfach auf der Inhaltsebene.. Ich konnte mich nicht mehr richtig an dieses Modell erinnern!
Also meldete ich mich nach Ablauf der 10 Minuten nicht freiwillig, die Vertretungsstunde zu halten, welche übrigens nur ca 5 Minuten dauern sollte.
Nicht sehr verwunderlich fand ich, dass Henning sich gleich freiwillig meldete. Er hatte - wie ich finde - eine gute Idee, und zwar stellte er uns Schülern im Rahmen der Sporttheorie Baseball vor und plauderte nebenher aus seinem Leben und hatte alle möglichen Schülerfragen zu beantworten.
Anschließend sollten wir - wie immer nach den Rollenspielen - Kritik geben. Es wurde deutlich, dass es nicht immer leicht ist, sachlich zu kritisieren und trotzdem immer freundlich zu bleiben und die Kritik nicht allzu persönlich zu nehmen..
Ich fand es sehr interessant zu sehen, dass hier offensichtlich 2 ganz verschiedene Typen (Henning und Alina) "aufeinanderprallten", die unterschiedliche Ansichten darüber haben, wie ein Lehrer auftreten soll/kann/darf.
Die Diskussion war von daher ganz nützlich, dass wir darauf zu sprechen kamen, dass es sehr sehr wichtig ist, sich selbst zu bleiben - wie man nunmal ist! - und nicht einem Vorbild nacheifern zu wollen oder sich zu verstellen, denn das würde alles nur viel schlimmer machen.

Am Ende zogen wir eine einstimmige Schlussbilanz: Diese Einheit des Seminars sollte für alle PEs verpflichtend werden und wichtig war für uns auch, dass der doch eher deprimierende Film "Der Wald vor lauter Bäumen" zu Anfang gezeigt wird und nicht am Ende dieser Einheit. Denn was wäre das denn für ein Gefühl, wenn man das Seminar mit dem Film im Hinterkopf verlassen würde??? So kann man zumindest die Fehler der Protagonistin analysieren und in den folgenden Rollenspielen dann versuchen, das Ganze besser zu machen. Meiner Meinung nach hätten wir noch 2, 3 weitere Male das Seminar in dieser Art gestalten können, jedoch bin ich jetzt auch wieder motiviert, mich an den PC zu setzen und neue Möglichkeiten kennenzulernen, meine zukünftigen Schüler auf Trab zu halten...

Sonntag, 4. Januar 2009

Rollenspiel Teil 2 + Brief an Elternteil


Zur PE am 19.12.08

In der letzten PE vor nun schon gut 2 Wochen, haben wir ein zweites Rollenspiel gemacht. Diesmal durfte die Gruppe, welche in der PE zuvor 'nur' beobachtet hatte, eine Rolle spielen.
Henning und ich spielten die Eltern eines Mädchens, welches eine Realschulempfehlung von der Klassenlehrin erhalten hatte und wir sollten uns nun in einem Gespräch mit der Klassenlehrerin, gespielt von Alina, beschweren. Die Diskussion lief etwas aus dem Ruder, das wir - und vor allem Henning - mit vollem Eifer dabeiwaren und ich denke, das Gespräch verlief daher etwas "übertrieben" und unrealistisch, aber Spaß gemacht hat es trotzdem!
Alina tat mir ein wenig Leid, da sie es mit uns aufbrausenden Eltern wirklich nicht leicht hatte, sie meisterte ihre Aufgabe aber im Allgemeinen sehr gut.

Anschließend hatten wir die Aufgabe, einen Brief aus der Sicht der Klassenlehrerin/ des Klassenlehrers an einen Vater unserer Schülerin zu schreiben, welcher sich in einem vorangegangenen Brief an uns darüber beschwert hatte, dass seine Tochter nun in unserem Mathematikunterricht plötzlich schlechter sei als im Unterricht unserer Vorgängerin und uns außerdem seine Hilfe/ seinen Rat als erfahrener Dozent angeboten hatte.

Hier mein Antwortbrief:
Sehr geehrter Herr Dr. Edelstein,
ich hoffe sehr, Ihnen im Folgenden etwas Klarheit über die Situation Ihrer Tochter Marie-Sophie im Fach Mathematik verschaffen zu können.
Natürlich verstehe ich, dass Sie sich um die Bewertungen der vergangenen Mathematikarbeiten Ihrer Tochter sorgen, da ihre Noten in diesem Fach zuvor besser waren.
Meiner Meinung nach sind Marie-Sophies Leistungen im Fach Mathematik mittelmäßig. Ihr fällt es nicht immer leicht, den Stoff zu verstehen, und sie ist daher auf meine zusätzliche Unterstützung angewiesen. Aus diesem Grund bot ich ihr vor der letzten Mathematikarbeit ein Gespräch an, das sie aber leider nicht wahrnahm. Bedauerlicherweise hatte Marie-Sophie zuvor drei Unterrichtsstunden wegen Krankheit versäumt. Die von mir angebotene Konsultation wäre also durchaus wichtig gewesen, um die Mathematikarbeit erfolgreich schreiben zu können.
Meines Erachtens nach sollte ihre Tochter etwas disziplinierter arbeiten und fleißiger sein, dann würde sie bestimmt sehr gute Bewertungen erhalten.
Gerne können wir einen Termin vereinbaren, um Ihr Anliegen persönlich zu besprechen.
Mit freundlichem Gruß, Katharina Dreher

Dienstag, 16. Dezember 2008

Mal was anderes !


Zur PE am 12.12.

Wie der Titel schon sagt, war die letzte PE mal ganz anders als in den Wochen zuvor.

Und zwar haben wir uns diesmal nicht mit Web 2.0, Lernprogrammen oder sonstigem beschäftigt, sondern mit dem Lehrerberuf in praktischer Hinsicht.

Zu Besuch hatten wir einen Herrn, dessen Position bzw Bezeichnung ich leider vergessen habe, welcher aber jedenfalls für die Erstellung von Rollenspielen und anderen "Tests" zur Erprobung der Fähigkeiten als Lehrer zuständig ist.

Zuerst schauten wir uns einen nicht gerade motivierenden Film an ("Der Wald vor lauter Bäumen"), in dem es darum geht, dass eine junge Lehrerin durch viele unglückliche Situationen und offensichtliches Fehlverhalten in ihrem Beruf scheitert. Wir führten dann eine Diskussion, in der wir darüber sprachen, was die Protagonistin falsch gemacht hatte/besser hätte machen können. Ich denke, wir waren uns in den meisten Punkten ziemlich einig. Zum Beispiel, dass es sehr wichtig ist, sich als junger Lehrer bei Problemen an die erfahreneren älteren Kollegen/innen zu wenden und auch außerhalb der Schule Bezugspersonen zu haben, denen man sich anvertrauen kann. Außerdem spielt Duchsetzungskraft und Konsequenz natürlich eine wichtige Rolle usw...

Im Anschluss kam der noch interessantere Teil der Sitzung, und zwar die "Lehrerkonferenz":

Durch unsere Sitzordnung waren wir bereits in 2 Gruppen eingeteilt und meine Gruppe hatte die Aufgabe, die andere zu beobachten, während diese eine Lehrerkonferenz improvisierte, wobei jeder der "Schauspieler" eine bestimmte Rolle/Position zugeteilt bekommen hatte.

Ehrlich gesagt war ich erstaunt darüber, wie gut dieses Rollenspiel funktionierte und dass sich ausnahmslos jeder eifrig daran beteiligte. Ich hätte eher erwartet, dass ein oder zwei das Ruder in die Hand nehmen und die andern kaum zu Wort kommen lassen. Dem war aber nicht so! Logischerweise wurde zwischendurch gekichert, ansonsten nahmen jedoch alle Beteiligten ihre Rollen sehr ernst - was wiederum für uns Zuschauer lustig war..

Vom Spaßfaktor abgesehen finde ich solche Rollenspiele aber auch tatsächlich sinnvoll, wenn es darum geht, seine spätere Rolle als Lehrer mal auszutesten. Meiner Meinung nach sollten diese Rollenspiele obligatorisch in allen PEs stattfinden, denn unser Studium ist ja sowieso sehr theoretisch und meiner Meinung nach viel zu wenig praktisch orientiert. Da ich bis vor einigen Monaten über Jahre hinweg Theater gespielt habe, weiß ich auch, dass man sehr viel über sich selber lernt, wenn man in irgendwelche Rollen schlüpft. Zum Beispiel, ob man sich eigentlich mit seiner Stimme und seinem Auftreten durchsetzen kann, ob man überzeugend agiert und so weiter. Außerdem wird man so um einiges selbstbewusster.

Mein Fazit zur letzten Sitzung ist also sehr positiv und ich bin schon auf diesen Freitag gespannt, denn dann darf unsere Gruppe Lehrer sein :-)


Donnerstag, 11. Dezember 2008

Übung zu GeoGebra


Gerade eben habe ich endlich die Übung zu GeoGebra gemacht und - wie auch die anderen Seminarteilnehmer - festgestellt, dass dieses Programm sehr einfach zu bedienen und verständlich aufgebaut ist. GeoGebra kann ja zu den Themengebieten "Dynamische Geometrie, Algebra und Analysis" verwendet werden. Wie es mit Algebra und Analysis funktioniert, weiß ich nicht, jedoch hat dieses Programm für mich ein bisschen den Charakter eines Spielzeugs, da das mir bekannte Matheprogramm Maple ganz anders aufgebaut ist. Man kann Punkte, Geraden und Kreise nicht einfach per Mausklick einzeichnen, sondern benötigt dazu Befehle, was natürlich um einiges komplizierter ist. Trotzdem scheint mir dieses Programm hilfreich, vor allem dann, wenn man etwas handschriftlich rechnet/zeichnet und dann zur Überprüfung ohne große Umstände und Anstrengung auf GeoGebra zurückgreifen kann.

Ob meine Lösungen richtig sind, weiß ich nicht und deshalb schreib ich sie mal hier rein ... vielleicht hat ja jemand Lust, ein Kommentar dazu abzugeben:)

1. alpha und beta sind proportional zueinander. alpha = beta*2

2. beta = 90°, wenn C und B auf einer Geraden liegen, bzw eine Strecke bilden, welche durch A geht.

3. Es entsteht ein Viereck (ABDC); die Proportionalität der Winkel alpha und beta bleibt aber erhalten.


Meine Meinung zu solchen Matheprogrammen habe ich ja bereits im letzten Post geschrieben: Ich stehe dem sehr positiv gegenüber.

Bis morgen also!

Sonntag, 7. Dezember 2008

zur PE am 05.12. / Allgemeines


Da ich an der letzten PE am 05.12. leider nicht teilnehmen konnte, habe ich mich jetzt auf den Blogs meiner Kommilitonen ein wenig informiert. Außerdem konnte ich mir das Handout der Sitzung ja im Educommsy-Raum anschauen und ausdrucken. Die Aufgaben dazu muss ich aber erst noch machen...

Besondern hilfreich waren die Blogs von Julia und Stefan, um mir einen Überblick über die letzte Sitzung und deren Inhalt zu verschaffen.

Auf mehreren Blogs las ich, dass Herr Breier die "Protokollartigkeit" unserer Blogs kritisierte - sie sollten mehr Lerntagebuch sein. Hierbei fühle ich mich besonders angesprochen, da ich meinen letzten Post wie ein Protokoll verfasst habe.. Gut, dass ich es jetzt besser weiß ;)

Andererseits muss ich dazu noch erwähnen, dass es für mich, die an der PE nicht teilnehmen konnte, nun sehr hilfreich wäre, ein "Protokoll" der letzten Sitzung zu lesen!! Ich verstehe aber natürlich, dass dies nicht der Sinn unserer Lerntagebücher ist.


Zum Thema GeoGebra, beziehungsweise Lernsoftware kann ich sagen, dass ich in der Schule ab dem 11. Jahr Mathe am PC hatte und zwar mit der Software "Maple"(mathematical manipulation language).

Eintrag Wikipedia:

Maple ist ein englischsprachiges Computeralgebrasystem (CAS) für Algebra, Analysis, diskrete Mathematik, Numerik und viele andere Teilgebiete der Mathematik. Es stellt ferner eine Umgebung für die Entwicklung mathematischer Programme zur Verfügung und ermöglicht die Visualisierung mathematischer Strukturen.


Ich weiß nicht, ob man das hier kennt, denn in anderen Blogs hab ich davon noch nichts gelesen..
Soviel ich weiß ist diese Software auch nicht umsonst.
In meiner Schule konnten wir uns entscheiden, ob wir CAS (ComputerAlgebraSystem) wählen möchten oder normalen Matheunterricht.
Ich persönlich habe meine Entscheidung keinen Augenblick bereut, andere hingegen schon. Denn einige meinten, sie könnten CAS wählen, weil sie gut mit dem Computer umgehen können. Das ist aber absolut falsch. Die Mathekenntnisse stehen auch hier im Vordergrund und man muss kein "PC-Freak" sein, um damit umgehen zu können! Am Anfang muss man ersteinmal einige Befehle auswendig lernen aber dann kann man mit Maple so einiges machen und muss viele Dinge nicht mehr handschriftlich ausrechen, außerdem kann Maple weitaus mehr als der Graphik-Taschenrechner, den die "Nicht-CAS-Leute" bei uns benutzt haben..
So waren dann auch unsere Abitur-Aufgaben verschieden.
Wenn neue Themen eingeführt wurden, haben wir diese meist so besprochen wie die anderen auch - ohne Computer und mit Block Stift und Tafel. Auch gab es Stunden, in denen wir den PC gar nicht erst einschalteten..


Probleme bestanden zum Teil typischerweise darin, dass wir nebenher im Internet gesurft sind oder uns gegenseitig von einem PC zum anderen Nachrichten gesendet haben. Das konnte man nämlich, wenn man nur wusste, wie ...
Unsere Lehrer verwendeten zwar Master-Eye und schalteten damit zum Teil unsere Bidschirme aus, wenn es ihnen zu unkonzentriert zuging, jedoch haben unsere PC-Spezialisten sofort entdeckt, wie man dies wieder ausschalten kann - unser Lehrer hat es bis heute nicht herausgefunden!

So, das wars erstmal zu Maple.. Sobald ich die Aufgaben der letzten Sitzung bezüglich GeoGebra erledigt habe, werde ich meine Meinung dazu kundtun ;)

Bis Freitag!

Samstag, 29. November 2008

Podcast


Audacity
zur PE am 28.11.


Bevor wir uns im Internet über das Thema Podcast informierten, besprachen wir in der gestrigen Sitzung ersteinmal unsere Meinungen bezüglich dessen Vor- und Nachteile.

So wurde unter anderem erwähnt, dass man mit Podcasts raum- und zeitungebunden sei, denn man kann sie überall auf seinem mp3-Player anhören und so zum Beispiel lange U-Bahnfahrten sinnvoll nutzen.

Außerdem wurde das Individuelle betont: Jeder hat die Möglichkeit, sein Lerntempo selbst zu bestimmen und nochmal zurückzuspulen, wenn er etwas nicht auf Anhieb verstanden hat.

So könne man eine aufgezeichnete Vorlesung gut nacharbeiten.

Auch wurde die Vielfalt der im Internet angebotenen Podcasts genannt. Sie können nicht nur im Fremdsprachenunterricht sinnvoll engesetzt werden, obwohl hier wahrscheinlich der Ursprung liegt.

Tessa warf die Bemerkung ein, dass zum Beispiel im Fach Mathe aber wichtig sei, Dinge graphisch darstellen zu können, um sie verständlich erklären zu können. Also seien reine Audio-podcasts nicht so sinnvoll. Henning ergänzte, dass in speziellen Bereichen, wie zum Beispiel in Geographie zum Thema "Gezeiten" das Angebot an podcasts im Internet zu wünschen übrig lasse.

Ein anderer negativer Aspekt sahen mehrere Seminarteilnehmer darin, dass Studenten es nicht mehr als nötig erachten würden, in einer Vorlesung persönlich zu erscheinen, wenn diese aufgezeichnet und online zur Verfügung gestellt würde. Dieser Meinung schließe ich mich an. Auch Alina meinte dazu, dass sie persönlich nicht mehr zu einer Vorlesung gehen würde, wenn sie die dazu verwendeten Folien und die dazugehörige "Stimme" zu Hause hätte.

Der Professor würde also wegrationalisiert werden, so Herr Breier.

Weiter wurde angemerkt, dass sich die Schüler motivieren müssten, selbständig zu Hause mit Podcasts zu arbeiten und sich darauf zu konzentrieren.

Dazu meinte Henning, dass er persönlich zu Hause "nichts hinkriege", also sich auch nicht effektiv mit einem Podcast beschäftigen könnte. So oder ähnlich geht es wahrscheinlich einigen Schülern, die sich zu Hause von allem Möglichen ablenken lassen. Sei es Fernseher, Telefon, PC-Spiele uvm.

Nicht vergessen sollte man, dass man sich nie hundert prozentig auf die Technik verlassen kann... Was also, wenn man eine Vorlesung verpasst und diese aufgrund eines technischen Deffekts gar nicht aufgezeichnet wurde!?!


Als Fazit fasste Herr Breier am Ende der Diskussion nochmal zusammen, dass Podcasts sichtbare Vorteile zeigen. Zum Beispiel die Möglichkeit, die besten Lehrer für jeden Schüler herauszusuchen. (Wenn alle Vorlesungen von jedem Professor aufgezeichnet werden und für alle frei zugänglich sind, können Studenten davon profitieren.)


Ich persönlich finde Podcasts vor allem für den Sprachunterricht sehr sinnvoll, für andere Fächer dagegen nicht so sehr. Beim Fremdsprachen-Unterricht hat der Lehrer so endlich die Möglichkeit, gerechtere mündliche Noten zu erteilen, denn die mündliche Mitarbeit wird so besser messbar. Schüler nehmen ihre Hausaufgaben zum Beispiel auf, nachdem sie diese schriftlich verfasst haben und der Lehrer kann individuelle Rückmerldungen und Korrekturen bezüglich der Aussprache geben.



Im zweiten Teil der Sitzung durfte jeder einen eigenen podcast mit dem Open-Source-Audiobearbeitungsprogramm Audacity erstellen. Zuvor jedoch absolvierten wir eine Übung, die auf Lehrer-Online zu finden ist. Hierbei konnte man sich eine Aufnahme anhören und diese dann mit Anleitung bearbeiten. Zum Beispiel "ähms" entfernen, Stille einfügen, Musikeinlagen ein- oder ausblenden etc. Audacity ist im Grunde genommen wie ein Kassettenrecorder aufgebaut und daher sehr leicht zu bedienen. Man drückt mit der Maus einfach auf die entsprechenden Tasten, zum Beispiel die Taste mit dem Kreis für "Aufnehmen" oder die Taste mit dem Dreieck für "Play".

Als Herr Breier uns nach unsrem ersten Eindruck zu Audacity befragte, meinte Alina, dass das Handling sehr gut sei, da leicht zu verstehen. Patrick(?) war der Meinung, dass das Programm für Sprache gut wäre, jedoch was "darüber hinaus" zu machen, also etwas professioneller damit zu arbeiten, ginge nicht. Außerdem habe es nicht geklappt, das Rauschen zu entfernen. Er nutze im Privaten eine andere Software und hat mit Hilfe dieser ein Klavierstück "erstellt" in unserem Projektraum abgespeichert.


Abschließend erklärte Herr Breier uns, dass es ihm bei dieser PE um zweierlei Sachen ginge. Und zwar darum, Web 2.0 mit all seinen digitalen Werkzeugen kennenzulernen und zweitens, uns die Angst davor zu nehmen. Man müsse kein Informatiklehrer sein, um solche digitalen Werkzeuge bedienen zu können, man müsse sich lediglich trauen, alles auszuprobieren.


Ich denke, diese Angst wurde mir in der PE tatsächlich schon zum Großteil genommen, denn eigentlich bin ich auch eher ein "Loser", wenn es um Medien geht. Da ich hier aber alles ausprobieren "muss", merke ich, dass es gar keinen Grund gibt, die Technik umgehen zu wollen..
PS: Hört euch mal den Podcast auf Tessas Blog an, der ist schön weihnachtlich ;-)

Freitag, 21. November 2008

Diskussion und Moodle


So...
um auf dem aktuellsten Stand zu sein und um Herrn Breiers Ratschlag zu folgen, verfasse ich meinen Eintrag zur heutigen Sitzung sofort - und nicht erst nach einer Woche, wie bisher.
Das Thema der heutigen (fünften) Sitzung war "Moodle".
Bevor wir jedoch dazukamen, führten wir eine ausgiebige Diskussion über das Thema Wikis, welches wir letzte Woche behandelt hatten - mit einigen Ausschweifungen..
Auslöser der Diskussion waren Einträge von Kommilitonen/innen, die sie in ihren Weblogs veröffentlicht hatten.
So hatte Jessica (http://jessijaja.blogspot.com/)beispielsweise beispielsweise angemerkt, dass bei starker Nutzung des Internets/der PCs (im Rahmen des Unterrichts) Kinder aus sozial schwächeren Familien benachteiligt seien und die von der Institution Schule angestrebte Chancengleichheit somit nicht vorhanden sei.
Einige Seminarteilnehmen meinten dazu, dass das stimme, denn nicht jeder kann sich zu Hause einen Internetzugang und einen PC/ein Notebook leisten, sodass die betroffenen Schüler dann nicht zu Hause beispielsweise an ihrem Projekt in Wiki weiterarbeiten könnte. Dieser Meinung bin ich generell auch, denn es gibt zwar Internet-Cafés und von den Schulen bereitgestellte PCs zur freien Nutzung, jedoch wenn man intensiv an einer Sache arbeiten möchte, ist es meiner Meinung nach wichtig, dazu in Ruhe arbeiten zu können, also nicht mit 15 weiteren Schülern um einen herum.
Andere vertraten jedoch die Meinung, dass der Staat es jedem Schüler ermöglichen müsste, sich einen PC und einen Internetzugang anschaffen zu können, da Kinder aus sozial schwächeren Familien ja auch die in der Schule benötigten Bücher und sonstiges Arbeitsmaterial bereitgestellt bekommen.
Ein weiterer Kritikpunkt an der Nutzung von PCs bestand darin, dass dies die soziale Kommunikation einschränke. Auch hier gingen die Meinungen erwartungsgemäß auseinander, denn die einen finden, gerade PCs/Internet fördere die soziale Kommunikation, zum Beispiel zur Aufrechterhaltung von Freundschaften durch studivz oder Chats. Andere wiederum finden, dass das Face2Face-miteinander-arbeiten unabdingbar sei und auch richtige Freundschaften nur so gepflegt werden können.
Meiner Meinung nach sind beide Argumentationen richtig und schließen einander nicht aus.
Wie wir später bei Moodle gesehen/gelesen haben, kommt es nämlich (jetzt auf das Beispiel Unterricht bezogen) auf die richtige Balance zwischen der Face2Face-Phase, also des Arbeitens in der Gruppe von Angesicht zu Angesicht - ohne PC, und der Online-Phase (also die Distanzphase, in der jeder selbständig vor seinem PC sitzend arbeitet) an.
Über Wiki fördert die Online-Phase nun weiterhin den sozialen Kontakt, denn man arbeitet ja gemeinschaftlich an einem Projekt, kann sich gegenseitig verbessern usw.
In der Präsenzphase sind dann spontane, lebhafte Diskussionen möglich, wie man am Beispiel unserer PE gut sehen kann!
Zu einem weiteren Kritikpunkt, nämlich dass es nicht angebracht wäre, wenn der PC in jeder Unterrichtsstunde, bei jeder Hausarbeit usw eingesetzt werden müsste, kann man ganz einfach sagen.: Ja, dies WÄRE durchaus nicht sinnvoll und "etwas viel verlangt", jedoch IST es ja nicht so. Ich persönlich beispielsweise wäre auch nicht gerade begeistert, wenn man mich dazu zwingen würde, meine Mitschriften (in den Vorlesungen) auf einem Notebook anzufertigen, denn für mich ersetzt dieses noch lange nicht Stift und Papier und scheint mir sogar oft etwas unübersichtlicher, wenn ich keine einzelnen Seiten vor mir liegen habe.
Einige meiner Kommilitonen/innen sind dagegen der Meinung, dass auf dem PC angefertigte Dokumente sehr viel übersichtlicher und "ordentlicher" sind als Von-Hand-Geschriebenes, was natürlich auch vertretbar ist.

Im Laufe der Diskussion merkte Herr Breier wieder einmal an, wie wichtig es sei, die Chancen und Möglichkeiten der digitalen Lernmittel zu sehen, dass man aber immer kritisch bleiben müsse!
Wir sollten uns also aktiver im Weblog beteiligen, indem wir Kommentare zu Einträgen unserer Kommilitonen verfassen, deren Ansichten unserer Meinung (nicht) entsprechen.

Nun zu Moodle (Modular-Object-Oriented Dynamic Learning Environment):
Auf die Frage von Herrn Breier hin, wer von uns Seminarteilnehmern sich schon einmal mit Moodle befasst habe, meldete sich Alina und berichtete, dass an der Uni Kiel, an welcher sie 1 Semster lang studiert hatte, Moodle anstelle von Commsy (wie es an der Uni HH der Fall ist) verwendet werde.
Moodle sei ähnlich aufgebaut wie die Commsy-Projekträume, jedoch seien die Termine der einzelnen Veranstaltungen aufgelistet und direkt darunter die Materialien eingestellt. Außerdem gebe es ein Chat-Programm, welches sinnvoll genutzt werden könnte (das war aber in Alinas Fall nicht so).
In einer PPP sahen wir die Punkte aufgelistet, die gegeben sein sollten, um Moodle wirksam im Unterricht einzusetzen und diejenigen Aspekte, die darauf hindeuten, dass man besser nicht mit den Schülern mit Moodle arbeiten sollte. Diese Präsentation von Erika Hummer ist hier zu finden: http://www.edumoodle.at/moodle/mod/resource/view.php?id=989 (Kapitel 1, Schritt 3)

Während der darauffolgenden Phase des selbständigen Arbeiten las ich mir auf der oben aufgeführten Seite eine Einführung durch, in welcher alles sehr einfach erklärt wird.

Als hauptsächlichen e-learning-Werkzeuge werden genannt:
* Diskussionsforum
* WikiWeb
* Chat

Das wars erstmal, denn weiter bin ich in meiner Recherche bisher nicht gekommen...

Wiimote Smartboard




Am Samstag, den 15.11. arbeitete ich mit 3 Kommilitoninnen Als Studentische Hilfskraft für Herrn Breier auf einer Informatik-Tagung im Lohmühlen-Gymnasium.
In unserer freien Zeit hatten wir die Möglichkeit, uns bei den Ausstellern - und theoretisch auch direkt in den Workshops - über die neuesten "digitalen Lernumgebungen" zu informieren.

Etwas, das mich sehr faszinierte, war die Ausstellung einer Gruppe von Schülern des Wichern-Gymnasiums. Das "Wiimote Smartboard" funktioniert ähnlich wie ein Whiteboard.
Mit Hilfe eines Infrarotstifts (oder auch einem Feuerzeug!) ist es möglich, an einem von einem PC auf die Wand projizierten "Bild" zu arbeiten. Alles, was man auf dem PC machen kann, kann man also direkt an dieser "Tafel" durchführen - und noch mehr. Nimmt man beispielsweise 2 solcher Stifte, so kann man durch fixieren der gegenünerliegenden Eckpunkte eines Fensters dieses vergrößern und verkleinern. Außerdem können 2 Schüler gleichzeitig an der "Tafel" arbeiten. Des weiteren kann der Lehrer biespielsweise einen Film abspielen, diesen an beliebiger Stelle anhalten und dann mit seinem Stift Dinge einmalen/markieren usw.. Dies war bisher nicht möglich!
Abgesehen davon, dass das Arbeiten mit diesem Wiimote Smartboard Spaß macht und durchaus sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden kann, ist keine teure Anschaffung (im Gegensatz zum Whiteboard) nötig!
Man benötigt lediglich einen PC/Notebook, einen Beamer, eine weiße Stelle an der Wand und eine Wiimote, welche für 40 Euro erhältlich ist und überall schnell aufgebaut werden kann.
Die genaue Erklärung der Funktion/Installation usw findet ihr auf dieser Internetseite:
http://www.wichern-aktiv.de/




Mittwoch, 19. November 2008

Wiki

Am 14.11. befassten wir uns mit dem Thema "Wiki".

Zuerst jedoch gingen wir nocheinmal auf das Thema Weblogs ein, und zwar in Hinsicht auf deren Nutzung in der Schule, also mit Blick auf ihren pädagogischen Nutzen. Denn es war - laut Herrn Breier berechtigterweise - kritisiert worden, dass in der Sitzung zuvor zu wenig auf diesen Aspekt eingegangen worden war. Dies rührt daher, dass wir uns zuerst einmal auf rein technischer Ebene mit den "digitalen Lernumgebungen" befassen müssen, um sie zu verstehen und handhaben zu können, bevor wir auf deren Nutzung in der Schule eingehen können.
Die Ergebnisse, inwiefern Weblogs in der Schule genutzt werden können, habe ich bereits beim Thema "Weblogs" eingetragen.

Laut Wikipedia ist ein Wiki ein Hypertext-System, dessen Inhalte von den Nutzern nicht nur gelesen, sondern auch mitgestaltet werden kann. Dies geschieht natürlich online. Zum Bearbeiten der Inhalte muss man eine "Markup-Sprache" verwenden, welche aber einfach zu erlernen ist.
Wikis ermöglichen es verschiedenen Autoren, gemeinsam an Texten zu arbeiten (--> Web 2.0/Kollektive Intelligenz).

Wir hatten die Aufgabe, uns auf verschiedenen Internetseiten über Wikis (in der Schule) zu informieren. Dann sollten wir unsere Ergebnisse in unserem Wiki im EduCommsy-Projektraum zusammentragen. Zum Üben nutzen wir den Wiki-Sandkasten, dort hatte Herr Breier für jedes Seminarmitglied eine Startseite eingerichtet.
Auf einem Arbeitsblatt erhielten wir Hinweise zur Formatierung.
Hierzu Beispiele: Absatz einrücken: -> Text
Groß schreiben: [+++Text+++]
Kursiv: ''Text''
usw

Auszug meines Eintrags im Wiki-Sandkasten:

Frage 2: Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es in der Schule?
Wikis können zur Veröffentlichung von Projekte und Arbeitsergebnissen in allen Fächern genutzt werden. Auch SchülerInnen anderer Klassen und Schulen können an diesen Projekten mitarbeiten. Des weiteren kann in Wiki "Terminliches" und Material (Hausaufgaben etc) bekanntgegeben/gelagert werden.
Außerdem wird Kommunkation außerhalb des Unterrichts ermöglicht.

Frage 3: Vorteile/Nachteile?
Laut Beat Doebel, einem Profi in Sachen Einsatz von Wikis in Schulen, besteht ein Vorteil von Wikis darin, dass die Technik für die Benutzer sehr einfach ist: Es ist keine Installation nötig, man benötigt lediglich einen Internet-Zugang. Zudem ist die Bedienung sehr einfach, sodass Schüler das Prinzip schnell begreifen. Natürlich wird auch die Teamarbeit gestärkt, denn diese steht bei Wikis im Vordergrund. Lehrer werden zu Coachs, der Unterricht ist nicht frontal ausgerichtet.
Ein Nachteil besteht hingegen darin,dass Wikis keine übersichtliche Struktur haben, was zu Verwirrungen führen kann. Zudem hat jeder die Möglichkeit, Beiträge zu schreiben - also auch unqualifizierte Beiträge, welche zu Missverständnissen führen können oder als richtig aufgefasst werden (-> Vandalismus)

Frage 4: Beispiele für den Einsatz eines Wikis im Unterricht
* BikiUHH
* Lehrer-Online
* Döbeli



Hausaufgabe für das nächste Mal ist, sich bei http://www.moodle.de/ einen Account anzulegen.

Social Bookmarking

Das Thema "Social Bookmarking" wurde zwar bereits in unserer PE am 31.10. behandelt, jedoch möchte ich trotzdem kurz etwas dazu berichten.
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen und zwar solche, die im Web veröffentlich werden, also für jeden zugängig sind. Hier ist wieder das "Web 2.0" sichtbar: "Nutzung Kollektiver Intelligenz", ... Also das soziale Web als eine Plattform des sozialen Austausches, auf welcher der Nutzer selbst in aktiver Weise agiert.
Nutzer können hier also Lesezeichen hinzufügen, bewerten, kommentieren und sie mit Schlafwörtern, sogenannten Tags versehen. Entdeckt man also zum Beispiel eine Interessante Website zum Thema Weblogs in der Schule, dann legt man für diese ein Lesezeichen an und versieht sie mit den Tags "Weblog" und "Schule". So entsteht auch eine Art Charakteristika, die dem Besucher einer Seite zeigt, welche Interessensgebiete der "Besitzer" hat.

In unserer PE haben wir uns exemplarisch bei dem Anbieter "Mister Wong" (Sitz in Bremen) angemeldet und unsere Kommilitonen als "Buddys" hinzugefügt, sodass uns auf unserer Seite alle Neuerungen angezeigt werden, die unsere "Buddys" auf ihrer Seite vorgenommen haben.
Außerdem können wir so miteinander in Kontakt treten.

Weiterer positiver Aspekt: Nutzer dieser "Social Bookmarks" können auf ihre Lesezeichen von jedem beliebigen Rechner aus zugreifen und sind nicht ortsgebunden.

Freitag, 7. November 2008

Der Anfang

Heute, am 07.11.08 erstelle ich meinen eigenen Weblog, und zwar ein Lerntagebuch.
Jeder Teilnehmer unserer PE wurde dazu angeleitet, dies zu tun, um ein "Netzwerk" unter den Teilnehmern herzustellen. Außerdem soll dieser Weblog den schriftlichen Bericht über unsere Hospitation in einer Schule ersetzen. Wir haben also die Möglichkeit, unmittelbar nach jeder "Erkundungseinheit" einen kurzen Bericht zu verfassen, den dann alle (Kommilitonen und Herr Breier) gleich lesen und auch kommentieren können. Ein großer Vorteil der Weblogs ist, wie bereits angedeutet, dass man die Einträge kommentieren kann, also zum Beispiel Verbesserungsvorschläge machen kann.

Das ist auch einer der Gründe, warum Weblogs in der Schule sinnvoll genutzt werden können. Schüler verfassen zum Beispiel im Rahmen eines Projektes (hier ist es von Vorteil, wenn die gesamte Klasse einen Weblog gestaltet) Hausaufgaben, die der Lehrer und auch die Schüler kommentieren können.
Der Leherer hat außerdem die Möglichkeit, Arbeitsaufträge, Materialien, Nachtragungen zum Unterricht etc einzustellen, die die Schüler zu Hause abfragen können. Ein weiterer Vorteil der Weblogs besteht darin, dass sie einfach zu handhaben und übersichtlich aufgebaut sind. Die Beiträge werden chronologisch geordnet, man bleibt also automatisch immer auf dem neuesten Stand. Um den Weblog interessanter zu gestalten, können natürlich auch Fotos hochgeladen werden.
Beispiele für Weblogs im Rahmen des Unterrichts: http://www.lehrer-online.de/klassenblogs.php?sid=94562112950347179822713101310520